Ballaststoffe sind unverdauliche, pflanzliche Nahrungsbestandteile, die sich besonders in Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten finden.
Sie bilden in den Pflanzen das Zellgerüst und werden von den Verdauungsenzymen des Menschen nicht aufgeschlossen, erfüllen aber wichtige Funktionen im Darm, wo sie teilweise von Bakterien zerlegt werden.
Die möglichen gesundheitsfördernden Eigenschaften beruhen auf der Faserstruktur, Wasserbindungsfähigkeit und dem Quellvermögen. Im Magen vermitteln Ballaststoffe durch eine verzögerte Entleerung ein Sättigungsgefühl. Bei der weiteren Passage durch den Darm wird durch die Ballaststoffe die Entleerung beschleunigt. Dadurch werden z.B. Schadstoffe schneller wieder ausgeschieden. Es wird empfohlen mindestens 30 Gramm Ballaststoffe mit Obst, Gemüse und Getreideprodukten pro Tag aufzunehmen, was bei einer ausgewogenen Ernährung gut zu realisieren ist. Dabei gehen die Ernährungsforscher von einem idealen Verhältnis löslicher (Pektine, Oligofruktosen) zu unlöslichen Ballaststoffen (Fasern) von 50:50 aus.

Die Gesundheitskampagne "5 am Tag" (www.5amTag.de) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag zu verzehren (eine Portion = eine handvoll = etwa 125 Gramm). So werden wir reichlich und ausgewogen mit der Vielfalt an Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt. Obst und Gemüseverzehr helfen unsere Gesundheit auf einfache und schmackhafte Art und Weise zu unterstützen. Eine gesunde Ernährung allein kann einen sehr großen Anteil zur Erhaltung unserer Vitalität beitragen, aber denken Sie daran:
Bewegung ist ebenfalls von großer Bedeutung. Es kommt nicht auf Höchstleistungen, sondern auf Regelmäßigkeit an. Einfache Tricks, wie den Brief nicht mit dem Auto zum Briefkasten fahren oder einfach ein paar Stockwerke die Treppe steigen, statt immer gleich die Rolltreppe oder den Lift zu benutzen, sind die ersten "Schritte" in die richtige Richtung.
www.5amTag.de (Auch die Bundesregierung und die Europäische Kommission unterstützen das Projekt. Die EU-geförderte Gesundheitsinitiative)
www.dge.de (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
www.nutriinfo.de (Universität Gießen)
www.bfa-ernaehrung.de/Bfe-Deutsch/Information/pflanzenstoffe.htm
(Bundesanstalt für Ernährung, Karlsruhe)